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Auf den Punkt gebracht, es sieht nicht gut aus in Europa

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Sehe ich heute die Nachrichtenmeldungen durch, kann ich nichts positives finden, was mich bewegen koennte meine Gedanken daran zu verschwenden. Die Sommerpressekonferenz unserer Kanzlerin, nein da laeuft es mir nur kalt den Ruecken herunter.

Erdbeben in Athen, die Meldungen sind spaerlich, da geht es den Athenern, wie uns hier in Guatemala, man hat sich daran gewoehnt, nur wenn es ein bischen staerker ruettelt wird man unsicher.

Einzig bestaendig ist hier die Hitze, die uns seit Wochen umklammert, mit einer einzigen Dusche laesst sich fast nichts ausrichten, abgesehen davon, das nur am fruehen Morgen und am Nachmittag der Wasserhahn tropft, dazwischen gibt es nur unsere einfachen Wasserspeicher, naemlich die Eimer. Fuer den aeussern Durst reicht das, fuer den inneren Durst halte ich mich an ein Bier, ein halber Liter, eine Dampfwolke und schon ist die Buechse leer.

Zum Glueck mein Kuehlschrank funktioniert auch nach dem letzten Stromausfall diese Woche wieder ausgezeichnet, wie lange, das weiss nur der Himmel selbst meine Flasche mit Kuehlmittel wartet auf dem Fensterbrett.

Eine Woche faulenzen, ich bin Strohwitwer, ein bischen kochen, wischen und schon ist die Wohnung wieder fertig. Meine Frau macht Ferien von mir in Guatemala, sie hat es noetig.

Eigentlich hatte ich mir fuer diese Woche viel vorgenommen, aber der Mensch denkt und Gott lenkt apropos Gott, gelesen habe ich heute, dass in Deutschland die katholische und die evangelische Kirche im letzten Jahr fast die gleiche Menge an Mitgliedern verloren hat, kein Wunder, die Menschen begreifen, dass sie vom Himmel keine Hilfe erwarten koennen und wer zahlt schon gern Kirchensteuer fuer etwas was nichts bringt.

Hier ist das anders, zwar zahlt man hier keine Kirchensteuer in der Form wie in Deutschland, hier gibt es den Kirchenzehnt pur.

Hier reden und singen die Pfarrer dann fuenf Mal in der Woche fuer die die den Zehnt ohnehin nicht bezahlen koennen und kassieren jedes mal eine kleine Spende und am Ende der Woche wissen sie nicht, dass sie eigentlich schon mehr gespendet haben als notwenig.

Pfarrer sind so etwas wie Zauberkuenstler, auch die Gabe muss man haben, die Politiker haben sich von ihnen einiges abgeschaut.

Lassen wir es dabei. Es ist bereits Mittag, Zeit fuer eine Dusche und dann in die Verkaufsstelle, die sich hier Tienda nennt, um meinen Vorrat an Bier wieder aufzufuellen, ich habe bereits eine trockene Kehle. Herr Drahgi von der EZB beschert uns weitere Geldentwertung, der Euro-Kurs sinkt weiter, das Geld in der Brieftasche wird weniger, da ist es besser anders angelegt als auf der Bank, denn wie das so aussieht, bleibt von der angekuendigten Rentenerhoehung absulut nichts uebrig, auf dem Wege nach Guatemala verschollen. So gehen wir frohgemut in das Wochenende und hoffen auf bessere Zeiten oder den Weltuntergang.

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