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Bittere Pille – Hinten ein Abgrund. vorn eine Abgrund, in der Mitte die Währungshüter

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Ins Dilemma manövriert

Die EZB habe über den Staatsanleihenkauf im Wert von 3,9 Billionen Euro in den vergangenen Jahren indirekt Staaten finanziert. Dies ist ihr eigentlich rechtlich verboten. Direkt zumindest. Nun stehen die Währungshüter vor einem Dilemma. Man könne, so Sinn, nicht einfach die Zinsen hochsetzen, man müsste auch Staatspapiere zurückverkaufen. Das aber ginge nicht, da ansonsten die Zinsen stiegen. Einige Staaten könnten ihre Schulden nicht mehr bedienen. Auch viele Banken kämen in Überschuldungsnöte, Chaos am Finanzmarkt wäre vorprogrammiert. 

Zunächst hatte diese Politik freilich viel Positives. „Es ist wunderschön wenn man anfängt“, sagte Sinn. „Aber es ist wie eine Droge. Man kann dann nicht mehr zurück.“ Wehe also der Abhang kommt – und man hat keine Bremse.

In seiner Weihnachtsvorlesung für das Ifo-Institut hat mit Hans-Werner-Sinn einer von Deutschlands profiliertesten Ökonomen vor einem Ausufern der Inflation gewarnt. Es gehe längst nicht mehr um die Frage, ob die Inflation komme, sagte er. Sie sei ja schon da.

Im November lag die Teuerungsrate für Deutschland bei 5,2 Prozent. Für die gesamte EU bei 4,9 Prozent. In den USA waren es sogar 6,9 Prozent. Eine solche hohe Rate gab es dort in den vergangenen dreißig Jahren nicht. Doch auch die Zahlen für Deutschland und Europa sind hoch genug. „Wir sind mitten in einer heftigen Inflation in Europa“, stellte Sinn fest.

Fest machte er diesen Umstand unter anderem an den Teuerungsraten für Zwischenprodukte. Die Inflation der gewerblichen Erzeugerpreise lag hierzulande im November bei 17,5 Prozent, in Spanien sogar bei 31,8 Prozent. Zahlen des Statistischen Bundesamts nach lag die Rate, 1951 ausgenommen, in keinem Jahr der Nachkriegszeit höher, als heute. „Wir haben hier eine Inflation, wie seit Menschengedenken nicht mehr, wie sie vielleicht im Leben eines Menschen nur einmal vorkommt“, meinte Sinn.

Selbst bei den großen Ölpreisschocks waren es nur 14,6 und knapp zehn Prozent. Damit erlebt Deutschland bei den gewerblichen Erzeugerpreisen die stärkste Inflation seit 70 Jahren. „Diese Situation ist völlig außergewöhnlich“, schloss Sinn. Und es sei darüber hinaus nur eine Frage der Zeit bis diese Preissteigerungen auch bei den Endverbraucherpreise ankämen.

Weitere Inflationsschübe seien überdies schon absehbar. Sinn nannte die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns als Treiber, der die gesamte Lohnskala nach oben schiebt. Er warnte zudem vor einer „versteckten Verschuldung“ der neuen Ampel-Koalition. Dabei nahm er Bezug auf die Kreditaufnahmne durch bestehende staatliche Gesellschaften und die KfW, die Streckung der Tilgung durch Tilgung durch Anpassung an EU-Regeln von 20 auf 36 Jahre und den Sonderfonds für den Klimaschutz.

Als dritten Punkt nannte Sinn das Dollar-Euro-Zins-Differenzial, das schlussendlich bedeutet, dass der Euro gegenüber dem Dollar abwertet und es zu einer importierten Inflation kommt. Als vierte Quelle für weitere Inflationsschübe will Sinn die Demographische Krise ausgemacht haben. „Rentner wollen konsumieren, produzieren aber nichts“, sagte er in Bezug auf die geburtenstarken Jahrgänge, die nun peu a peu in den Ruhestand gehen. Daraus ergibt sich bei fallender Sparquote und steigender Konsumquote ein Nachfrageüberhang. Fünftens rechnet Sinn mit einem weiteren Kostenschub bei den Energiepreisen.

Er verwies darauf, dass Wind und Solar am Gesamt-Energieverbrauch in Deutschland heute gerade einmal 7,5 Prozent ausmachten. 83 Prozent des Bedarfs stellen nach wie vor fossile Energieträger bereit. Nach dem Willen der Ampel soll in 24 Jahren 100 Prozent der Energie aus grünen Energieträgern kommen. Man könne dies politisch wollen und begründen, man müsse sich jedoch im Klaren sein, dass damit keine Zeit der günstigen Energie auf Deutschland zu käme. Ganz im Gegenteil.

Top-Ökonom zu Inflation: EZB verweigert Anerkennung der Realität – FOCUS Online

Die hochgelobte Krisenbewältigerin Angela Merkel, begewältigt hat sie in 16 Jahren Amtszeit keine Krise, sie agierte nach dem alten Spruch aufgehoben ist nur aufgeschoben, jetzt ist sie im Ruhestand, Operation gelungen, Patient tot.

Ihre Geschenke für Weihnachten, Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Flüchtlingskrise und Coronakrise, da bricht der Weihnachtsbaum unter der Last zusammen und die Ampel sieht Rot, im wahrsten Sinne des Wortes.

Am reich gedeckten Gabentisch sitzt der Bürger und zählt seine Centavos, die jeden Tag ein bischen weniger werden.

75 Jahre nach dem letzten Krieg muss er wieder mit Stromabschaltungen rechnen und sollte der Winter kalt werden könnte es wieder dazu kommen, dass er in der eigenen Wohnung den Mantel anziehen muss.

Nur im Kanzleramt ist es noch mollig warm, man träumt unter dem Weihnachtsbaum von einem Europa der Bundesländer, ein grünes Europa in dem man das rauschen der Windmühlen hört und das Stromnetz als Energiespeicher genutzt wird, die Welt mit Ehrfurcht auf Deutschland schaut und wir endlich eine Teilhabe an den Atomwaffen in Europa erhalten.

Es ist wie beim grossen Zapfenstreich zum Abschied Merkels, der Kaiserin die Rosen, dem Volke die Steine, aber wer im Glashaus sitzt sollte sich hüten mit Steinen zu werfen.

https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/der-seltsame-sonderweg-der-madame-lagarde/ar-AARTg71?ocid=msnews