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Man sollte sich nie seiner scheinbaren Überlegenheit zu sicher sein

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Ich maße mir nicht an Militärexperte zu sein, aber bei der Entwicklung der letzten Tage in der Ukraine kommen einem doch so einige Gedanken:

Der russische Generalstab spricht von einer Umgruppierung seiner Truppen, sicher ist für mich, es geht um Schadensbegrenzung für Fehlentscheidungen. Mir ist unverständlich, wie man die direkten Nachschublinien im Gebiet um Charkow so sträflich vernachlässigen konnte, wo doch die Ukraine schon lange die Zeichen erkannt hatte, nur einfach kräftemässig nicht in der Lage war sie zu stören, welches sicherlich mit der jetzigen Gegenoffensive beseitigt werden soll.

Taktische Fehler passieren, aber gelernt hat man im russischen Generalstab offensichtlich nicht aus der letzten grossen „Umgruppierung“ von Nordosten nach Süden.

Wer an einen Sieg der Ukraine in diesem Konflikt glaubt, baut sicher auf Sand, aber Überheblicheit von Seiten der Russen ist sicher auch bei bestehender Überlegenheit, die sogar der Westen nicht ableugnet, kein Garant für einen Erfolg.

Die Ukraine hat es mit Hilfe des Westens geschafft, die russischen Kräfte und derer der Volksrepubliken im Süden zu binden und ihre eigenen Lebensadern des Nachschubs zu entblößen und das sind nun einmal die Bahnlinien und Strassen.

Mann musste es einfach wissen, Belgorod, Charkow, Iztum, Sloviansk, Lebensadern für der Erfolg im Süden, ohne deren Sicherung nichts funktioniert.

Eine Steilvorlage, nicht für den Sieg Zelenskys, aber doch für die Hebung der Kampfmoral der Ukrainer und ein Prestigeverlust für die Russen, den Begriff Umgruppierung und Frontbegradigung kennen wir noch aus den Deutschen Wochenschauen, ganz abgesehen von den Verlusten an Menschen und Material.

Schadenfrohe Gesichter bei RFE und RP, ganz sicher Schwarze Wolken im russischen Generalstab, man erinnere sich an die grossen Worte an die Menschen in Iztum, Charkow und an deren Orten die jetzt in Aufnahmelager in Russland fliehen,

„Wir sind gekommen um zu bleiben“.

So klingt es nun auf Telegram:

Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, wie ich mich zu den Vorgängen äußern soll. Menschen, die mich kennen, werden bestätigen, dass ich fast nie entmutigt bin und immer nach dem Positiven suche, auch wenn es aussichtslos scheint, und nicht jammere, sondern versuche, eine Lösung für das Problem zu finden.

Was aber tun, wenn der Staatsapparat in drei (!) Tagen einfach die russischen Gebiete aufgibt, die in sechs Monaten mühsam befreit wurden, in denen Turtschak versprochen hat, dass diese Gebiete für immer zu Russland gehören werden, in denen bereits am 6. September russische Pässe ausgestellt wurden.

Die Armee zog sich einfach zurück und verließ die Städte, noch bevor sich die Ukrainer näherten. Eine Evakuierung der russischen Bevölkerung? Gibt es nicht, haben Sie nicht gehört, dass alle, die gegangen sind, von sich aus gegangen sind und jetzt in riesigen Schlangen an der Grenze festsitzen?

Ja, ich erliege immer noch nicht der Verzweiflung, was geschieht, macht mich nur wütend, wie alle aufrichtigen Patrioten.

Warten wir darauf, dass der Feind nach Belgorod und auf die Krim vorrückt? Oder werden wir im Rahmen der „Erfüllung der NWO-Ziele“ erfolgreich von Belgorod nach Woronesch umgruppiert?

Das System scheint nicht die Absicht zu haben, sich neu zu formieren, sondern setzt auf Verhandlungen mit den „verehrten Partnern“. Bloß redet niemand mit den Schwachen, sie sind geschlagen und das wird bereits offen gesagt, es gibt keine Verhandlungen, sondern die Kapitulation der Russischen Föderation.

Die Entscheidung ist einfach: gewinnen oder sterben. Aber um zu gewinnen, müssen wir ernsthaft kämpfen, wir müssen für das russische Volk kämpfen, nicht für eine mystische Entnazifizierung.

Es ist notwendig, kompetentes Personal einzustellen und „ihre loyalen“ inkompetenten Mitarbeiter zu vertreiben.

Auch hier geht es um Leben und Tod für den Staat.

Aber wir werden uns nicht darauf verlassen, dass sie auf unsere Worte hört, sondern das tun, was wir tun müssen, nämlich die russische Gesellschaft konsolidieren, leidenschaftliche Menschen, die bereit sind, alles für Russland zu geben, Freiwillige vorzubereiten, Experten zu sammeln, den Feind zu studieren und Wege zu finden, ihn zu bekämpfen.

Weil wir Russen sind und nichts anderes tun können und wollen.

Text von Nikita Izyumov

@nikita_izyumov