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Über Uwe Ullrich

Geboren 1948 in Zittau/Sachsen, Studium der Finanzwirtschaft Rentner lebt heute in Guatemala Meine E-Mail uweullrich@hotmail.com

Guatemala in der Coronakrise

Standard

Permanent befinden wir uns im Stress, wo man einst ueber die Schliessung des gesamten Landes nachdachte, ist jetzt trotz steigender Infektionszahlen in Guatemala Stadt und umliegenden Bezirken, Maskenpflicht, naechtliche Ausgangssperre, Fahrverbot fuer taeglich wechselnde Kennzeichen und Ausgangssperre am Wochende uebriggeblieben. Oekonomisch fast unmoeglich scheint dagegen das ganze Land zu schliessen, das wuerde den Zusammenbruch des gesamten oeffentlichen Lebens bedeuten. Auch hier in Guatemala ist bei allem vier Hysterie dabei. Vor einigen Wochen schrieb ich hier an gleicher Stelle ueber meine Bedenken im Zusammenhang mit den Geldueberweisungen von im Ausland lebenden Migranten denn in den Monaten Februar und Maerz verringerten sich diese sichtbar. Auswirkungen aus dem Arbeitsmarkt der Vereinigten Staaten konstatierte ich, schauen wir uns die Zahlen von Juni an, so bezeugen sie das ganze Gegenteil.

Die Remesas steigen, was fuer mich den Schluss zulaesst, den Migranten scheint es wirtschaftlich in den USA nicht schlecht zu gehen.

Trotz der enormen Anzahl der infizierten scheint die Wirtschaft weniger Probleme zu haben und Trumps Massnahmen zeigen, es geht aufwaerts, nicht abwaerts, wie die deutschen Medien so gerne unken.

Wie ich eben auf Twitter lese hat die USA im Verhaeltnis zu anderen Laender eine der niedrigsten Sterberaten, auch wenn die Washington Post die angeblichen Luegen Trumps in seiner Amtszeit akribisch auflistet.

Man kommt hier nicht umhin zuzugeben, die Notstandsreglungen der Regierung Guatemalas fordern ihren Tribut bis in die kleinste Zelle der Gesellschaft, die Familie, hinein. Die nervliche Anspannung ist gross und so bleiben auch Auseinandersetzungen nicht aus.

Unsere Tochter in der Hauptstadt schreibt, die Menschen haben Angst, Angst sich anzustecken, Angst einen Arzt oder ein Krankenhaus aufzusuchen und die Angst der Zustand koennte laenger anhalten, als man verkraften kann.

Angst ist ein schlechter Ratgeber und Angst erwaechst aus Unsicherheit!

Die Presse schrieb vor einigen Tagen, die Regierung habe das russische Medikament ausgeschlagen, wenige Stunden spaeter erklaert der Praesident, dass das ein Luege waere und entruestet sich.

Nur eines der Beispiele, die Vertrauen nicht foerdern, sondern Unsicherheit und Zweifel erzeugen.

Aufrufe zur Ruhe allein, werden da wenig Abhilfe schaffen.

Manche Massnahmen lassen sich vom Buerger einfach nicht nachvollziehen, den Virus mit Fahrverboten zu bestimmten Zeiten nach der Fahrzeugnummer einzuschraenken ist eine davon, oder eine 12-stuendige Ausgangssperre in der Nacht, wenn man sich am Tag frei bewegen und anstecken kann, auch mit Maske.

Es ist wie ein Tanz auf einem Vulkan, keiner weiss wann er ausbricht. Gestern habe ich mir im Fernsehen einen Film angeschaut, ein Polizist unterhaelt sich mit einer Kollegin und stellt angesichts der Ermordung eines seiner Kameraden fest,

der Tod kann uns selbst jeden Tag erreichen, was ist die Konsequenz, jeden Tag so leben und arbeiten, als wenn er schon am naechsten Tag vor der Tuer stehen wuerde.