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Alles ein deutsch-europaeisches Missverstaendnis – Grossbritannien

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bandicam 2019-12-13 10-10-57-233

Die Parlamentswahlen in Grossbritannien sind Geschichte, Boris Johnson und seine Tories haben einen geradezu ueberwaeltigenden Sieg eingefahren, die Europalenker sind um eine Erfahrung reicher und es herrscht Katerstimmung. Nach dem ersten Referendum ueber den Ausstieg aus der EU ist Grossbritannien nicht zusammengebrochen, wie prophezeit, im Gegenteil, die EU-Herrscher haben alles getan das Gefuehl der Briten zu staerken, dass sie nicht dorthin gehoeren.

Gabor Steingart hat es heute im Focus auf den Punkt gebracht:

„Die britische Unterhauswahl war exakt jenes zweite Referendum, das aich die Festland-Europaeer immer gewuenscht hatten. Nur der Erdrutschsieg des Boris Johnson, dessen Partei die absolute Mehrheit im Unterhaus eroberte, hat die Spitzen in Berlin, Bruessel und Paris kalt erwischt. Jetzt erst erkennen sie: Grossbritannien wird die EU nicht unter Schmerzen, sondern mit wehenden Fahnen verlassen.

Angela Merkel, Frankreichs Praesident Emmanuel Macron und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen haben ein Interesse daran, die britischen Waehler wahlweise als toericht, boesartig oder tollkuehn erscheinen zu lassen. Sie wollen verhindern, dass der britische Poltergeist ueber die Nordsee den Weg zu uns findet.“

Steinhard nennt sieben „Missverstaendnisse“, die man den Deutschen einredet, eigentlich sind es keine Missverstaendniss, sondern die Boeswilligkeiten, mit denen man seit mehr als zwei Jahren versucht, die Englaender in der EU zu halten, koste es was es wolle.

Sehen wir sie uns an:

– Die Briten melden sich mit dem Brexit von der Welt ab;

– Der Brexit ist das Versehen von David Cameron, der unter Druck die Volksabstimmung versprach;

– Die Briten kleben an ihrem Empire;

– Der Brexit kam fuer die Europaer ueberraschend;

– Grossbritannien isoliert sich mit dem Brexit

– Grossbriannien wird wirtschaftlich zusammenbrechen;

– Grossbritannien verlaest den Westen.

Wie sich schon jetzt bewiesen hat, nichts hat sich bisher bewahrheitet, die EU haelt sich fuer den Nabel der Welt, dabei ist sie nur ihr Untermieter, schreibt Steingart und so hat eher die EU Schmerzen, als Grossbritannien und seine Buerger.

Seine Waehrung ist stabil, der Finanzplatz London hat keinen Schaden genommen und die ueberwiegende Mehrheit der Waehler steht hinter dem EU-Austritt, welcher Staatsmann und welche Partei kann sich dessen inzwischen in Europa ruehmen.

Sollte irgendjemand noch Zweifel haben, so musste man nur gestern nur nach Bruessel schauen, wo die Staatschefs der EU sich versammelt hatten, um das Klima der Welt zu retten.

bandicam 2019-12-13 11-47-27-180

Die Siegesmeldung fuer die Medien und die Buerger war symptomatisch, man hat sich geeinigt und hinter den Klimadeal der neuen EU-Kommissionsvorsitzenden gestellt, das kam in grossen Lettern, ganz klein stand darunter, nur Polen nicht.

Beschluesse einstimmig zu Faellen ist Prinzip, gibt es keine Einstimmigkeit, gibt es auch keinen Beschluss, es war nur heisse Luft, wie bisher auf der Klimakonferenz der UNO in Madrid.

Es wird trotzdem Buerger geben, die die Siegesmeldung glauben, da ist es wie mit dem kleingedruckten in den Vertraegen, die manchmal wichtiger sind als der Vertragstext selbst.

bandicam 2019-12-13 12-41-24-718

Das Fazit:

Boris Johnson ist nicht der Clown, den die Medien aus ihm gemacht haben, seine Strategie ist aufgegangen, ab 31. Januar 2020 geht Grossbritannien eigene Wege, es ist nur eine Frage der Zeit, bis andere dem Beispiel Grossbritannien folgen werden, mit Uschi an der Spitze wird es schneller gehen.