Obama und der Traum vom kubanischen Bruder

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Obama und der Traum vom kubanischen Bruder
Aus aktuellem Anlass bringe ich einen Artikel aus dem Jahr 2016 nochmals auf meinem Blog, der Anlass ist die Entscheidung Donald Trumps zu Cuba.
Es sind die honigsuessen Worte von Praesident Obama, die er in seiner Rede in Cuba, wie auch am heutigen Mittwoch gebrauchte, mit denen er ueber so manches hinwegtaeuschen will und es doch nicht schafft zu ueberzeugen, nicht in Cuba und nicht in der Vereinigten Staaten.

“I believe America is a nation of second chances, and with hard work, responsibility, and better choices, people can change their lives and contribute to our society.”

“ Ich glaube Amerika ist eine Nation mit einer zweiten Chance und mit harter Arbeit, Verantwortung und besseren Entscheidungen, koennen die Leute  ihr Leben veraendern und zu unserer Gesellschaft beitragen.“

Granma Cuba:

Veamos sin embargo cómo piensa hoy nuestro ilustre visitante:

“Vine aquí para dejar atrás los últimos vestigios de la guerra fría en las Américas. Vine aquí extendiendo la mano de amistad al pueblo cubano”.

De inmediato un diluvio de conceptos, enteramente novedosos para la mayoría de nosotros:

“Ambos vivimos en un nuevo mundo colonizado por europeos”. Prosiguió el Presidente norteamericano. “Cuba, al igual que Estados Unidos, fue constituida por esclavos traídos de África; al igual que Estados Unidos, el pueblo cubano tiene herencias en esclavos y esclavistas”.

Lasst uns trotzdem einmal betrachten, wie unser illustrer Gast heute denkt:

„Ich bin hierher gekommen, um die letzten Spuren des kalten Krieges in den Amerikas hinter mir zu lassen. Ich bin hierher gekommen, um dem kubanischen Volk in Freundschaft meine Hand auszustrecken.“

Darauf folgte sofort eine Flut von Konzepten, die für die Mehrheit von uns völlig neu waren:

„Wir leben beide in einer von den Europäern kolonisierten neuen Welt“, fuhr der Präsident der Vereinigten Staaten fort. „Kuba wurde, genau wie die Vereinigten Staaten, von aus Afrika geholten Sklaven gebildet. Genau wie die Vereinigten Staaten hat Kuba ein Erbe von Sklaven und Sklavenhaltern.“

Und jetzt lieber Leser lassen sie sich die Worte des amerikanischen Praesidenten mal durch den Kopf gehen, wenn er sagt, die Neue Welt wurde von Europaern kolonisiert, von Sklaven aus Afrika gegruendet mit einem Erbe von Sklavenhaltern und Sklaven, mit anderen Worten, die Sklaven sind aus Afrika und die Sklavenhalter aus Europa,

„Wacht auf Sklaven aller Laender zum Kampf gegen die europaeischen Sklavenhalter!“, wir sind doch eure Brueder, so einfach ist es fuer Obama die Kubaner zu Bruedern zu machen, sollte er dabei aber einiges nicht vergessen haben?

Jetzt sind die ehemaligen Sklavenhalter Amerikaner und sie setzen ihr Werk unbeirrt fort um Menschenrechte von anderen einzufordern, die sie ihrer eigenen Urbevoelkerung, den Indianern und auch den ehemaligen Sklaven nicht zugestehen wollen.
Die Kubaner haben das Problem nicht, da sie sich seit fast sechzig Jahren den modernen Sklavenhaltern widersetzen und den euroamerikanisch gesteuerten Sklavenhalter Batista zum Teufel gejagt haben, die von euroamerikanischen Sklavenhaltern gesteuerte Invasion in der Schweinebucht verhinderten und auch die Blockade durch diese nach der Kubakrise siegreich ueberstanden. Ich diesem Kontext muten die Worte von Obama einfach wie ein schlechter Witz an.
Fidel Castro hat recht, wenn er schreibt:

Es ist anzunehmen, dass bei diesen Worten des Präsidenten der Vereinigten Staaten jeder von uns Gefahr lief, einen Herzinfarkt zu bekommen.

Ich kann ihm verstehen.

So durfte dann aber Obama wenigstens mit seiner Familie einige Tage Urlaub auf Kuba machen, auf die Ehre von Castro auf dem Flughafen empfangen zu werden musste er verzichten, anders als in Deutschland und anderen Staaten, das duerfte ihm nicht gefallen haben, im Gegenteil zu allen Erklaerungen des Statedepartment. Kuba hat ein stolzes Volk und ich beende den Beitrag mit dem Satz von Fidel Castro:

„Ich weise auch darauf hin, dass wir in der Lage sind, mit den Anstrengungen und der Intelligenz unseres Volkes die Nahrung und den materiellen Reichtum zu produzieren, die wir brauchen. Wir haben keine Geschenke des Imperiums nötig.“
Noch ein Himweis, sie koennen das alles im Original unter den nachfolgenden links nachlesen.