Mein Wort zum Mittwoch – Ueber allen Gipfeln ist Ruh

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Keine Angst, ich rede nicht von Merkels Gipfeln, ich Rede von den Grabsteinen auf den Friedhoefen, die gern mit diesen Worten verziert werden.

Vor einigen Jahren, es war die vorletzte meiner Reisen nach Deutschland, besuchte ich den groessten Parkfriedhof der Welt in Hamburg, den Ohlsdorf-Friedhof, auf der Suche nach historischen Spuren einen Bremer Kaufmannsfamilie, die auch in Guatemala ihre Spuren hinterlassen hatte.

Friedhoefe und Geschichte sind nicht zu trennen, Graeber erzaehlen Geschichten und sind Zeugnisse der Geschichte der Menschheit, manchmal sind es die Einzigen.

Ich bin kein Friedhofsgaenger, wie ich auch kein Kirchengaenger bin, ich besuche sie, weil fuer mich die Geschichten interessant sind und die Menschen, die sich dahinter verbergen, Grabsteine und Monumente koennen reden, prunkvoll oder schlicht, der Parkfriedhof in Hamburg mit seiner Ruhe und seiner Weitlaeufigkeit, er laed zum Nachdenken ein.

Jetzt werden einige denken, der Alte spinnt und denk an den Tod, falsch gedacht, ich denke an das Leben, denn der Tod ist lang, aber das Leben kurz und mit 73 Jahren ist es kuerzer.

Man spielt nicht mit dem Tod, aber irgendwie habe ich den letzten Monaten das Gefuehl, das mache unserer Politiker selbst Geschaefte mit dem Tod machen und unter dem Deckmantel des Schutzes der Gesundheit ihr eigenes Sueppchen kochen.

Waehrend in Deutschland Angst und Schrecken dominiert und propagiert werden, dass oeffentliche Leben praktisch stillgelegt wird, in meinem Dorf hier in Guatemala, friedliche Stille, fast keiner traegt Maske, keine Toten durch Corona, froehlich gruessende Menschen auf der Strasse, eben faehrt der Muellwagen vorbei, sechs oder sieben junge Maenner, keiner traegt eine Maske, keiner ist krank.

Unser Friedhof ist etwas ausserhalb des Ortes, man stirbt wie immer, an Altersschwaeche, Infarkt, Lungenentzuendung, durch Unfall oder eine Kugel, keine Uebersterblichkeit durch Pandemie.

An der Pandemie stirbt man hauptsaechlich in Guatemala Stadt und Umgebung, dort ist ja auch der Sitz der Regierung.

Wo regiert wird gibt es Pandemie, Grundrechtseinschraenkungen, Tests und Intensivbetten, die wenn nicht ausgelastet, fuer die Statistik dann einfach reduziert werden, damit die Vorhanden ausgelastet erscheinen.

Endlich hat die Statistik einen neuen Stellenwert erhalten, nachdem sie jahrelang nur im Untergrund ihr dasein fristet, genau wie die Virologen.

Pandemiezeit ist Geschaeftszeit, da kauft eben auch der nach dem neuen Ermaechtigungsgesetz ermaechtigte Gesundheitsminister schnell mal eine neu Villa fuer einige Millionen fuer sich und seine „Frau“, wer Frau oder Mann ist weiss man nicht so genau.

Ich habe noch nicht nachgerechnet wieviele Impfdosen inzwischen bestellt wurden, um die Gesundheit der Buerger zu schuetzen, aber ich denke es wird so wie bei den Masken werden, man wird sie frueher oder spaeter dem Muell oder Laendern wie Guatemala uebergeben damit sie in einem Ihrer Depots langsam verrotten, nicht aber ohne sich vorher publikationswirksam grosszuegig beim Fotoshooting zu bedanken.

Eins kann ich heute schon sagen, Weihnachten wird hier gefeiert, mit Boellern und Feinstaub, auch wenn die christliche Fee Kaessmann in Deutschland verkuendet, es gibt kein Anrecht auf Weihnachten und die Kanzlerin in ihrer Allmacht befielt den Guertel um den Hals der Buerger noch enger zu ziehen, bei der unangemeldeten Anfahrt zum Kanzleramt wird in Zukunft geschossen, nachdem es heute einer gewagt hat mit gefaehrdenden Spruechen am Auto das Tor zu rammen.

Wir lassen uns das Leben nicht vermiesen, keine Angst, keine Angst Margot!