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Die Briten sind die Briten, daran laest sich nun nicht mehr zweifeln

Standard

bandicam 2019-04-09 18-28-58-275

Viele Kommentatoren sehen May als Verliererin im Austritsspekteakel, drei Jahre verhandelt sie mit der EU die Austrittsbedingungen. Einst demonstrierte man von Seiten der EU noch Staerke, May hat es geschafft, die Positionen der EU systematisch aufzuweichen, sollte da nicht eine bestimmte Taktik dahinter stehen, ich denke doch.

Die Briten waeren nicht die Briten, fuer dumm soll man sie nicht verkaufen und lassen sie sich nicht verkaufen. Wer das nicht glaubt sollte sich an die Eintrittsverhandlungen erinnern, die Sonderbedingungen legen Zeugnis darueber ab.

Steter Tropfen hoehlt den Stein, die Frage ist, wer hat mehr zu verlieren, Grossbritannien oder die EU. Entgegen allen die da Aengste geschuehrt haben und schuehren, die Wirtschaft Grossbritannien ist in den drei Jahren nicht zusammengebrochen, das englische Pfund ist stabil und der Bankenplatz London ist nicht komplett nach Frankfuert gezogen.

In der EU hingegen hat sich einiges veraendert, sie ist instabiler geworden, der Rechtsruck in der politschen Szene ist weitaus deutlicher wahrzunehmen als im konservativen Grossbritannien, wohl dem der eine eigene nationale Waehrung hat.

Traditionel, die Labour Party und die Conservative Party stellen die Mehrheit im britischen Unterhaus mit mehr als 80 % der Parlamentssitze und wie sich zeigt, in einem sind sie sich einig, dem Austritt aus der EU, nur im wie sind sie uneinig. Wer da von Seiten der EU darauf spekuliert, dass sich daran noch etwas aendert, handelt mit Zitronen, denn auch ein neues Referendum, moege es ausgehen wie es will, wird daran nichts aendern.

Die Zitronenhaendler aus der EU sehen ihre Faelle fortschwimmen, nicht die 40 Milliarden Beitraege der Briten zu verlieren ist nicht das Problem, das Problem sind die Machtverschiebungen in der EU, im Europaeischen Parlament und in der EU-Kommision, die sich daraus ergeben werden.

Die Achse Berlin, Paris, London, sie zerbricht und somit ein Teil des europaischen Umverteilungsystems, von dem viele kleine Staaten profitieren, die Nettogeldempfaenger und die Schuldenstaaten, wie Griechenland, Italien und Spanien.

Der Prestigeverlust der EU ist offensichtlich, May spielt das Spiel und weicht systematisch die EU-Positionen auf, die noch vor drei Jahren ehernes Gesetz waren, der Austrittsvertrag wird nicht geaendert, aber man geht dazu ueber mit Garantieklauseln ausserhalb des Vertrages, Positionen aufzuweichen, nur um doch noch zu erreichen, dass die Briten bleiben, schliesslich will man ja das Gesicht nicht verlieren.

Vom erklaerten Feind nach dem Referendum, wandelte sich Grossbritannien in drei Jahren wieder zum Freund, lesen sie mal die Aeusserungen von Juncker, Merkel und Tusk nach, heute kuesst man sich wieder. Klar das im britischen Parlament Pessimismus, gegenueber dem Vertragsentwurf zum Brexit, besteht.

Raus ist raus konstatierte man noch vor Monaten und keine Rosinen fuer die Briten danach, heute verlegt man das Austrittsdatum noch weiter nach hinten und derweil fuehren sie per 30. Maerz bereits neue Reisepaesse ein, ohne den Aufdruck Europaeische Union.

Hinter den Kulissen werden die Weichen inzwischen schon auf danach gestellt, dagegen opponiert die EU-Kommission nicht.

Hoffen und harren macht manchen zum Narren, sagt ein altes Sprichwort, wahrscheinlich ist es ein sprachliches Verstaendigungsproblem!

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