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Mein Wort zum Mittwoch – Alptraeume, Partitaetswahn und andere Unsinnigkeiten

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Seehofer 2017

Ach, wenn das Leben doch nicht so einfach waere! Die Nacht von Montag zu Dienstag ging ziemlich schlaflos an mir vorueber, warum genau, ich weiss es nicht, aber in meinem Kopf drehte sich wieder einmal alles um die Vergangenheit. Schlimmer war der naechsten Tag, an dem ich dann erst um Zehn voellig zerschlagen aus dem Bett kam.

Wie die Nacht, so der Tag, meine Frau verzog sich vorsichtshalber rechtzeitig zu unserer Enkelin, nachdem wir uns ueber einige Verfahrensweisen im Umgang mit unserem Internet nicht einig werden konnten.

Langsam doeste ich mich allein in den Tag, im Hinterkopf die Traeume der Nacht, die sich um meine Eltern drehten, um meine Grosseltern, einfach um unsere Familienverhaeltnisse und um das was man so von jeder Seite geerbt hat und was bis ans Lebensende davon haengen bleibt, schliesslich erben wir nicht nur materielle Dinge.

Einiges habe ich schon unter dem Titel „Geschichten aus der DDR“ aufgeschrieben und veroeffentlicht, einiges habe ich schon aufgeschrieben, aber vorsichtshalber nicht veroeffentlicht und anderes existiert in meinem Kopf, was ich aufschreiben, aber aus gutem Grunde nicht veroeffentlichen werde, nach mir die Sintflut.

Ursachensuche bei mir selbst zuerst, eines meiner Prinzipien, sicher kein Erbe aus, meiner Familie.

Geschlechterparitaet ist sicher ein wichtiges Thema, aber wo gibt es die schon wirklich und so kann ich auch den Unsinn nicht versehen, wenn man Paritaet mit Feminismus in eine Topf wirft und vom Waehler fordert, dass er geschlaechtsparitaetisch waehlt auf die Idee waere man nicht einmal in der DDR gekommen, das ist Aktionismus, mehr auch nicht.

Da hatte das Landesparlament in Thueringen doch wirklich ein Gesetz verabschiedet, dass sich das Parlament aus jeweils 50 % Maennern und Frauen zusammensetzen muesste mit dem einzigen Sinn dahinter, Frauenquote.

Nun koennte z.B. Jens Spahn Einspruch erheben und einwaenden, ich gehoere zum dritten Geschlecht, wo sind den wir mit 50 % vertreten, ist natuerlich schon mathematisch Unsinn, denn 100 % sind 100% Prozent und nicht 150%.

Nun bestreite ja niemand mehr das Frauenwahlrecht, waehlen und gewaehlt zu werden das ist verfassungsrechtlich garantiert und macht Sinn, ein Parlament dagegen mit gesetzlicher Quote macht keinen Sinn und so war auch die Entscheidung der thueringischen Verfassungsgerichts richtig, dieses Gesetz als verfassungswidrig zu deklarieren und aufzuheben.

Der Waehler entscheidet ja bei Wahlen nicht darueber ob Mann oder Frau oder auch das dritte Geschlecht in ein Parlament kommt und ihn vertritt, sondern eine Person die sein Vertrauen geniesst, unabhaengig von Geschlecht, Rasse oder Religion und auch, man muss es schon betonen, unabhaengig von seiner Parteizugehoerigkeit.

Mich wundert das alles schon nicht mehr deshalb, ich sehe hier etwas im Hintergrund.

Thueringen war ein Probelauf, wie sagte doch einmal Wolfgang Schaeuble so hintergruendig,

wir machen etwas und warten ab ob sich etwas bewegt und wenn sich nichts dagegen bewegt, machen wir weiter so

und richtig spricht man in der Presse von einem wegweisendem Urteil, wenn auch in die Gegenrichtung, man koennte es als ein Grundsatzurteil ansehen.

Maassen spricht in einem Tweet auf Twitter von einer Schande, dass die CDU es zugelassen hat, dass die AfD gewann, da ist etwas wahres dran, diesmal hat Merkel kein Veto eingelegt, wie bei der Landtagswahl.