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Wolfgang Schaeuble Finanzminister der BRD

Donald Trump gegen Wolfgang Schaeuble- Die Aussenhandelsbilanz

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German Finance Minister Schaeuble attends a ceremony to mark the 70th anniversary of the foundation of the CDU in Berlin

Ein altes Sprichwort sagt, „einem jeden Recht getan ist eine Kunst die niemand kann“, es scheint sich wieder einmal zu bestaetigen. Donald Trump wirft seinerseits Deutschland vor durch Manipulation des Euro-Kurses sich wirtschaftliche Vorteile gegenueber den USA zu verschaffen, cnn-donald-trump-2Schaeuble seinerseits sagte gestern, dass sich die Berater des USA-Praesidenten irren, das Problem liege in Europa selbst. Experten fuerchten einen Wirtschaftskrieg. Betrachten wir die Lage nuechtern und ohne Vorurteile ist an beiden Aussagen etwas wahres dran. Schauen sie sich die folgenden Grafiken an:

Aussenhandelsbilanz der USA bis 2015

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Nahezu konstant bewegt sich das Aussenhandelsdefizit der USA seit Jahren in einer Groessenordnung um die 700 Milliarden Dollar, ein Wert, der die Ausgaben fuer die Verteidigung um 100 Milliarden Dollar ueberschreitet, Deutschland ist dabei nicht der groesste Glaeubiger, aber einer der wichtigsten Handelspartner mit ca. 10 % seines Aussenhandelsvolumens.

Steigt der EURO verteuern sich die Importe der USA, faellt er, verbilligen sie sich, ein billiger Euro nutzt den Deutschen, Anreiz fuer die USA das Importvolumen steigt, wird er teurer, weniger Anreiz, weniger Import.

Deutschlands wirschaftliche Staerke beruht auf seinem Export, bricht der ein, weniger Zuwachs, der Wirtschaft und damit den Menschen geht es schlechter, eine grosse Gefahr, mit nur diesem Standbein.

Mit Deutschlands Aussenhandelsbilanz ist es gerade umgekehrt, wie die Statistik zeigt:

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Hinter China ist Deutschland das Land mit dem groessten Handelsbilanzueberschuss, dabei sind die EU-Laender groesste Handelspartner Deutschlands. Helmut Schmidt sagte einmal in einer Talkrunde

Deutschlands Staerke und seine Gewinne sind die Schulden der anderen.

Da der EURO Einheitswaehrung in der EU ist, ist die wirtschaftliche Staerke Deutschlands zugleich Machtposition, denn es ist leichter Interessen durchzusetzen gegenueber jemandem der Schulden hat. Schaeuble spricht von Ungleichgewichten zwischen den Staaten der Europaeischen Unión, womit er wohl recht hat, aber wie im Kleinen so im Grossen, im Welthandel ist es nichts anderes.

Trump will den enormen Schuldenberg der USA abbauen, die Wertschoepfung in den USA selbst erhoehen, da hat er recht, Markenfirmen in den USA leben nicht von der eigenen Wertschoepfung, Zulieferteile sind in China billiger, in den USA wird nur noch das Etikett angebracht, bei naeherem betrachten findet man neben dem obligatorischen Made in USA kleine Aufkleber Made in China, ich spreche hier aus Erfahrung, weil ich auch in Guatemala manchmal ein Geraet oeffne und repariere. Investitionen in Infrastruktur, Verkehr, Kommunale Eirichtungen und natuerlich auch das Militaer sind dringend erforderlich und jahrelang vernachlaessigt, wie in Deutschland, aber Deutschland investiert in das europaeische Projekt, nicht in seine eigenen Buerger, das ist die Tragik.

Das ist es was Donald Trump dazu veranlasst Firmen nach den USA zurueckzuholen, das bringt Arbeitsplaetze und verringert da Importvolumen, bessere Bildung und Zukunftchancen. Es ist ein Unsinn zu behaupten, dass er die Globalisierung rueckgaengig machen will. Globalisierung hat auch ihre Grenzen und an diesen ist sie angekommen. Die EU in ihrer jetzigen Form hat die Differenzen zwischen den Mitgliedslaendern eher verschaerft als verringert,

Europa steht vor seinem eigenen Scherbenhaufen, da taeuschen auch alle Beschwoehrungsformeln zur Wahrung der Einheit und jetzt sogar gegen Russland China und die USA nicht, allein die Hand zum Bruderbund reicht nicht aus, wenn die Hand leer ist, man muss auch etwas in die Waagschale zu werfen haben, auch in einer Bruderschaft.

http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/sch%C3%A4uble-trump-berater-irren-sich-bei-europas-geldpolitik/ar-AAmAaJD?li=AA5a8i&ocid=spartanntp