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Wahre Geschichten aus der DDR XLI – Grippeimpfung

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In den Frühzeiten der DDR bin ja auch einige Male mit Impfaktionen in Berührung gekommen, mit der ersten Impfaktion gegen Grippe wohl in den Jahren 1957/1958. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes kamen in die Schulen um uns gegen einen der mehr als 2000 Grippevirenstämme zu immunisieren. Damals war es auch freiwillig, aber schief angeguckt wurde man trotzdem, wenn man nicht wollte und ich war unter anderen auch einer, der nicht wollte, besonders von den Lehrern, in der DDR war der Begriff Impfverweigerer offenbar noch nicht erfunden worden.

Ich hatte zwar in meinen Jugendjahren vielmals Grippe, aber auch unser alter Hausarzt konnte offenbar nicht zwischen den 2000 verschieden Arten an Hand der Symptome unterscheiden, irgend wie habe ich den Eindruck, dass die meisten Ärzte da heute auch ihre Probleme haben.

Er behandelte einfach die Symptome und so überlebte ich auch 41 Grad Fieber unter einem schweren Federbett und Eiskristallen an den Wänden.

Schon damals machte ich mir meine eigenen Gedanken, 2000 verschieden Viren gab es schon damals, wenn ich mich gegen einen Virus impfen lasse, welchen Sinn hat es wenn ich Morgen von einem andern befallen werde, gegen den ich nicht geimpft bin und die andere Frage, man wurde damals ja auch nur geimpft, wenn man keine Grippe hatte um das Immunsystem zu stimulieren und nicht um es zusätztlich zu schwächen, wenn man bereits krank ist, nicht wie heute, wo man sich in jedem Supermarkt ohne ärztliche Diagnose vom Kassierer impfen lassen kann oder vielmehr können lassen muss, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu dürfen.

Eben las ich in einem Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung,

Die großangelegten Impfprogramme der DDR hatten tatsächlich eine enorme Wirkung. Hierfür steht unter anderem das Beispiel der zentral verwalteten Einführung der Polio-Impfung Ende der 1950er Jahre. Während in der Bundesrepublik Polio-Epidemien ausbrachen, waren die Bürger_innen der DDR weitgehend immunisiert.[68]Solche Erfolge setzten jedoch einen Impfstoff voraus. Anhand der Beispiele der Asiatischen und der Hongkong-Grippe, der Ruhr-Epidemie und von HIV/AIDS wurde deutlich, dass ein Impfstoff nicht immer im ausreichenden Maß zur Verfügung stand, um prophylaktisch zu handeln.

Die Grippeimpfung hatte in diesen Jahren in der DDR wenig Resonanz und so kommt man bei der BpB zu dem Schluss es lag wohl an der nicht ausreichenden Versorgung mit Impfstoff, denn bereits die Maßnahmen der DDR gegen die Hongkong-Grippe ließen den Schluss zu, dass der Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung dem der Pandemiebekämpfung im heutigen Deutschland ähnelt, obwohl das zugehörige Führungsdokument der DDR -Regierung wundersamer Weise nicht auffindbar ist.

Allerdings wurde in der DDR Grippe nie als Pandemie eingeschätzt oder als politische Druckmittel benutzt.

Zum Schluss, ich habe mich nicht impfen lassen und daraus keine Nachteile verspürt und aus meiner Familie kenne ich niemanden der geimpft wurde und alle starben eines natürlichen Todes im hohen Alter. Leber meine Großmutter erzählte meine Mutter dass sie bis zu ihrem Tode trotz zahlreichen Geburten, einen Arzt gar nicht kannte und sie überlebte auch die Spanische und alle anderen Grippen, sogar die Hongkong-Grippe in der DDR. Ich bin sicher, die Coronapandemie im neuen Deutschland hätte sie ohne Impfung mit Biontech auch überlebt!

Kleiner aber wichtiger Nachtrag:

In der DDR waren bis in die 1960er Jahre das „Reichs-Impfgesetz“ vom 8. April 1874 und eine Vielzahl von Verordnungen der Sowjetischen Militäradministration Deutschlands (SMAD) gültig, in denen Fragen der Bekämpfung von Epidemien geregelt waren.[10] Eine einheitliche Regelung zum Schutz vor Epidemien trat in der DDR erst mit dem „Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten beim Menschen“ vom 20. Dezember 1965 in Kraft (GüK 1965), das durch mehrere Durchführungsbestimmungen konkretisiert wurde.[11] Schließlich wurde am 3. Dezember 1982 eine Neufassung des „Gesetz[es] zur Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten beim Menschen“ verabschiedet (GüK 1982), die bis zum Einigungsvertrag Bestand hatte.[12]