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Lawrows Fauxpas in Sachen Munitionslager in Tschechien

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Eigentlich glaenzt der russische Aussenminister in den ganzen vergangenen Jahren mit seiner Umsichtigkeit und die Worte abwaegend in der Aussenpolitik seines Landes auch in schwierigen Zeiten, welcher Teufel ihn reitet in diesem Falle jede Vorsicht fallen zu lassen, darueber bin ich mir nicht im klaren.

Der Kern der Sache, im Jahre 2014 explodierte in Tschechien ein Munitionslager und schon wurden Stimmen laut, dass die Russen hinter der Explosion stecken sollten, aber wie immer bei diesen Behauptungen die Beweislage ist duerftig, sieben Jahre ruhte still der See.

Vor kurzem liess der tschechische Aussenminister, frisch im Amt, die Bombe platzen und verwies achtzehn russische Diplomaten des Landes.

Russland reagierte mit der Ausweisung von 20 tschechischen Beamten, der Krach war fertig.

Wieder einmal, wie schon im Falle Skripal, die „Beweise“ fuer die Beteiligung der Russen und des FSB waren ueberwaeltigend.

Auf dem Hoehepunkt der Streitereien, der tschechische Praesident meldete sich zu Wort, er sah das mit der Beweislage nicht ganz so eindeutig wie sein Aussenminister, aber auch er hielt die Beteiligung der Russen nicht fuer ausgeschlossen, schliesslich wurden die gleichen Personen wie bei Skripal zum Zeitpunkt der Explosion in Tschechien gesehen und steckbrieflich gesucht.

Nicht von ungefaehr, das gleiche Drehbuch wie bei Skripal wurde aus der Schublade gezogen und auch unser Aussenminister erklaerte sich sofort solidarisch, das Lieblingsspiel Sanktionen gegen Russland.

Was wirklich dort in dem Munitionslager passierte und was dort gelagert wurde, in der Oeffentlichkeit war bisher davon wenig bekannt.

Ist der Ruf schon ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert und so reagierte man aus dem russischen Aussenministerium, die Tschechen sollten doch erst einmal der Oeffentlichkeit erklaeren, was fuer Munition und Waffen dort ueberhaupt gelagert wurden.

Ein bulgarischer Waffenhaendler, Waffen und Munition fuer die ukrainische Donbassregion, die Beteiligung der tschechischen Regierung, ganz so diplomatisch scheint mir das dann von Lawrow doch nicht zu sein, wenn man von russischer Seite dementiert, nichts mit der Sache zu tun gehabt zu haben, aber das Wissen um die Sache hatte man doch anscheinend.

Vielleicht haette der russische Aussenminister sich lieber auf das einfache Dementi beschraenken sollen, ohne noch Wasser auf die antirussischen Muehlen zu giessen.

Es passt wieder alles ins politische Bild Russland ist der Aggressor, konzentriert Truppen an der Grenze zur Ukraine.

Die Nato verlegt Truppen an die russische Grenze und ins Schwarze Meer und ihre Ueberwachungsdronen tummeln sich froehlich in der Naehe von von Sewastopol, ueber ukrainisches Territorium, entlang der abtruennigen Donbassregion bis an die ukrainisch -russische Grenze.

Wie gestern die NZZ bemerkte, beobachtet selbst der Schweizer Geheimdienst die zunehmenden Truppenbewegungen auch ueber Oesterreich mit Sorge.

Was noch fehlt zum Glueck ist ein Gleiwitz, wie 1939, bedauerlicher Weise fuer Biden und die NATO-Strategen, 2021 ist nicht 1939.