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Mein Wort zum Mittwoch – „·Ich glaube an Europa“

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Die Bundeskanzlerin lässt sich im EU-Parlament nicht in die Karten schauen. Sie will die Pandemie-Krise meistern. Aber wie?

Wenn sie Inspiration sucht in Sachen Europa, hört die deutsche Bundeskanzlerin sich die Neunte Sinfonie von Beethoven an. Mit der Musik dieser Europa-Hymne und Beethovens Leitmotiv von der Brüderlichkeit sei es wie mit Europa, meinte Angela Merkel im Europäischen Parlament bei ihrer Antrittsrede. Man entdecke immer etwas Neues und sei immer wieder neu beeindruckt.

Zusammenhalt, Solidarität, Demokratie und Grundrechte. Darauf will sie in den nächsten Monaten bauen. Die Bundeskanzlerin blieb in ihrer Rede vor den europäischen Parlamentariern sehr wolkig, viel Konkretes, wie sie die größte Herausforderung für die EU, nämlich die Folgen der Pandemie, meistern will, war leider nicht zu erfahren.

Kommentar in der Deutschen Welle

Emotional, geradezu schnulzig, bei der Europa-Hymne, die ganz nebenbei von Beethoven ist, kommen ihr lauter neue Eindruecke, geradezu eine Ode an die Freude der Bruederlichkeit ueberkommt sie in diesen Momenten und an den Anfang stellt sie „unsere Grundrechte“und meint natuerlich ihre und die Ihres Hofstaates.

Dazu ist sie symbolisch mit einem gruenen Blazer bekleidet, der das zukuenftige gruene Europa symbolisieren soll und die Hoffnung ausdrueckt, ich kam, sah und siegte, in sechs Monaten schaffen wir das.

Kein Geld fuer Abweichler wie Orban, denn belohnt wird der, der brav ist und die Briten, vor denen werden wir nicht auf den Knien betteln. Den Westbalkan muessen wir unterstuetzen, den Russen und den Chinesen duerfen wir das nicht ueberlassen!

Vierhundert Abgeordnete von insgesamt 705 im EU-Parlament, die keine Regierungsbindung haben, das darf es nicht geben,

Elmar Brok der Langzeitabgeordnete, seit 40 Jahren im Amt, nickte und schlaef weiter, seine Tage sind seit seiner aufgeflogenen Geschaeftsidee im Parlament ohnehin gezaehlt.

Merkel lamentiert in der Fraktion der EVP, wie soll man da regieren, ab jetzt wird im Gleichschritt marschiert, ich habe den Taktstock in der Hand und frenetisch applaudiert ihr „Volk“.

Konkret wird sie nicht, sie betreibt Polemik, das ist ihr Steckenpferd und so profiliert sie sich als Krisenbewaeltigerin, nur sie kann das, so verkuenden es die Hofberichterstatter.

Nun wird ja inzwischen allgemein verkuendet, die Pandemie ist an der Krise schuld, gestern habe ich geschrieben, die Pandemie ist jung, aber in der Wirtschaft da kriselt es schon sei 2018 und das Jahr 2019 endete nach der OECD fuer Deutschland zum Beispiel mit einem fast Null-Wachstum, hausgemacht, Ergebnis der Gruenen Wirtschaftspolitik der Bundesregierung, die Pandemie verstaerkte nur weltweit die Auswirkungen infolge der Massnahmen, die die Regierungen dagegen trafen und sie ist noch lange nicht vorbei, auch deswegen bleibt Frau Merkel bei konkreten Massnahmen wolkig, wie der Kommentator der DW schreibt, am Ende sieht er sie aber doch als einzige Sonne am Krisenhimmel.