Archiv der Kategorie: Geschichte

Home Office is in

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Manchem scheint es langweilig allein zu Hause zu arbeiten, ich fuehle mich wohl dabei.

Von fruehester Kindheit an, ich hatte kein Problem allein zu spielen, ich hatte meine Buecher, von denen ich nicht genug bekommen konnte, das war meine eigene Welt.

Spaeter war es die Technik, die mich faszinierte und die Fotografie, in unserem Haus war genuegend Platz und so schaffte ich mir selbst meinen eigenen Lebens-und Erlebnisraum.

Filme selbst entwickeln, vergroessern, stundenlang brachte ich bei rotem Licht in meiner eigenen Dunkelkammer zu, erst Schwarz-Weiss, dann Farbe, das war eine Herausforderung. Meine Eltern haben mir nie Restriktionen auferlegt.

Heute sitze ich die meiste Zeit hier vor meinem Computer und ein bischen wehmuetig nehme ich zur Kenntnis, so schnell wie sich die Technik entwickelt hat, vieles kenne ich nur oberflaechlich und inzwischen faellt es mir auch wesentlich schwerer als in jungen Jahren, mich in bestimmte Probleme hinein zu denken und wenn das schon klappt, dann dieses Wissen auch zu behalten.

Muehsam ernaehrt sich das Eichhoernchen, ein gefluegeltes Wort was mir gerade in den Sinn kommt.

Was macht man, wenn man zwei Tage keinen Strom hat, der Computer funktioniert nicht, vor langer Zeit hatte ich mir ein Buch aus dem Internet heruntergeladen, sechshundert Seiten und in Englisch ueber Martin Bormann, Reichsleiter der NSDAP, von Paul Manning.

Was die Geschichte so spannend macht, niemand kann abschliessend sagen, hat Martin Bormann das Kriegsende ueberlebt oder nicht, irgendwie gibt es Parallelen zum Fall Hans Kammler, mit dem ich mich seit Jahren beschaeftige, angeblich gestorben, aber keiner glaubt es, denn es gibt berechtigte Zweifel.

Erst heute wieder wurden meine Beitraege zum Fall Kammler wieder aufgerufen, auch andere lassen die Zweifel nicht ruhen.

Bormann, der zweitmachtigste Mann neben Hitler im dritten Reich, letzter nach Hitlerts Tod in der Reichskanzlei, Verwalter einer NSDAP-Auslandsorganisation und eines riesigen Parteivermoegens in fast einhundert Laendern der Erde, Initiator der Strassburger Konferenz im August 1944, in welcher die Sicherung der Vermoegenswerte der Partei und des Reiches fuer ein neues Viertes Reich auf der Tagesordnung stand.

Interessant dabei, eigentlich begann auch mit der Strassburger Konferenz, die grosse Zeit von Hans Kammler, der dafuer verantwortlich war, dass der Krieg auch solange andauerte, bis diese beschlossenen Massnahmen abgeschlossen waren, diese neuen Monate bis zum Kriegsende am 8. Mai 1945.

Zufall, das Kammler noch im Maerz mit Hitler in der Reichskanzlei zusammen traf und zum General der SS befoerdert wurde. Wahrscheinlich ist, auch Bormann war anwesend, aber es findet sich eben nur im Tagebuch von Goebbels eine Anmerkung dazu.

Unmoeglich dass Hitler von Bormanns Initiativen nichts wusste wie behauptet wird, liest man Hitlers Testament, was da am 29. April entstanden sein soll, so wird die Linie klar und so verschwand dann Bormann angeblich am Lehrter Bahnhof am 1. Mai auf Grund von Zeugenaussagen und abgeschlossen wurde das Kapitel erst Ende der 70 iger Jahre, als man angeblich die Leiche dort fand und an Hand der Zahnprotese, wie bei Hitler, identifizierte, woran selbst Nazijaeger Wiesenthal Zweifel anmeldete.

Laengst war die Zeit vorbei alte Nazis zu jagen, nicht in der Bundesrepublik, nicht in Israel und nicht in den USA und wenn Manning in seinem Buch davon ausgeht, dass auch Bormann nach dem Krieg sein neues zu Hause gefunden hatte, so ist das mehr als wahrscheinlich und immer wieder ist Argentinien, Chile, Paraguay und Brasilien im Gespraech.

Heute macht History mit deinen Ermittlungen damit ein gutes Geschaeft, aber man sollte genau pruefen.

Sicher ist, die Auslandsorganisation der NSDAP war nach dem Krieg in ganz Amerika aktiv und nicht unerwaehnt muss gelassen werden, das ihre Mitglieder aktive Unterstuetzung nicht nur von der Industrie, sondern auch von bestimmten Stellen der Bundesregierung bekamen, schliesslich sassen die Globkes und Schroeders in exponierten Positionen in Politik, Banken und Wirtschaft, eben alte Kamaraden.