Triumph des Willens – Im Moment zweifle ich an mir

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Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach, irgendwie trifft das besonders heute auf mich zu.

Während weite Teile Deutschlands in „sibirischer Kälte“ versinken, hier in Guatemala haben wir hochsommerliche Temperaturen. So brauche ich mir keine Gedanken zu machen, wie in Nürnberg heute, wenn das Heizkraftwerk ausfällt und die Wohnung kalt bleibt.

Unsere Zivilisation hier ist noch nicht so weit fortgeschritten wie die in Deutschland, hier braucht man kein Heizkraftwerk, wenn es notwendig sein sollte können wir noch ein offenes Feuer genießen.

Es kommt auch keiner auf die Idee einem Bürger, wegen fehlender Fernheizung als Alternative zusätzlich zu Coronavirus ein geheiztes Hotelzimmer zum vergünstigten Preis von 40 Euro pro Nacht anzubieten.

Bayern ist solidarisch mit seinen Bürgern!

Leise summt der Lüfter meines Computers, auch ihm macht die Temperatur zu schaffen.

Vom Triumph des Willens bin ich weit entfernt, mein Gehirn ist wie gelähmt, sicherlich hat das auch damit zu tun, dass einige meiner abgeschickten E-Mails bisher vom Empfänger unbeantwortet blieben und damit meine Ermittlungen ins stocken geraten.

Gut Ding muss Weile haben, ich tröste mich damit.

Gerade wird mir signalisiert, mein Internetsaldo geht seinem Ende entgegen, da heißt es wieder in die Halshautkasse zu greifen, was mich tröstet, diesen Monat habe ich gut gewirtschaftet, ich habe erst einmal alles das studiert, was ich mir letzten Monat heruntergeladen habe.

Man soll es nicht glauben, gerade stellt unser Präsident im Fernsehen den Nationalen Coronaimpfplan vor.

Ich habe nur die Ankündigung gelesen, den Rest spare ich mir für später auf, wenn ich mein Mittagessen verdaut habe, es könnte sonst zu Komplikationen mit meinem Magen kommen.

Mittagsschlaf ist ausgeschlossen, eine Hängematte besitze ich aus gutem Grund nicht, ich bin kein Guatemalteke, die Nacht ist lang genug und kühler.

Lärm vor meinem Fenster, die Nachbarn sind dabei geräuschvoll ihre Bananenstauden zu plündern, eine gute Ernte, wie mir scheint.

Der andere Nachbar hämmert wie immer an irgendwelchen Brettern herum, er macht das jeden Tag, nur er kennt den Sinn seiner Arbeit, man kann ja auch ohne Sinn hämmern. Ich will nicht ohne Sinn schreiben und so lasse ich es einfach für heute, morgen ist auch noch ein Tag, mein Wort zum Mittwoch.

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