SS Obergruppenführer Dr. Hans Kammler und die Verschwörungstheorien

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Der Historiker Rainer Karlsch schrieb in seiner letzten Veröffentlichung über Kammler, in einigen Punkten muss die Geschichte neu geschrieben werden, Kammler ist nicht am 9. Mai 1945 gestorben, der angebliche Geheimdienstler Donald Richardson hat ihn nach Amerika gebracht und dort hat er wenige Jahre später Selbstmord begangen. Eigenartig nicht, dass man sich Jahre später an ihn erinnert und ermittelt!

Tom Agoston zweifelte noch, als er in den 80 ziger Jahren des vorigen Jahrhunderts sein Buch Blunder veröffentlichte und machte daraus eine schöne Geschichte, es waren die Erkenntnisse von Zeugenaussagen und einigen wenigen veröffentlichten Dokumenten aus den Archiven.

Kammler war und blieb verschwunden, was auch blieb war ein Mythos und der wurde auch mit den Veröffentlichungen reichlich genährt, gut fürs Geschäft und wenn man die Medien dafür begeistern kann ein noch besseres und davon lebt dann eine ganze Sparte, wie History ganz gut.

Wer sucht der findet, oder erfindet, wer so viele Tode stirbt wie Hans Kammler, der hat das ewige Leben, das Geschäft funktioniert, nur nichts Genaues weiß man nicht.

Vor kurzem las ich einige Berichte des damaligen Geheimdienstes der US-Army in Gmunden aus den Jahren 1945/46 im Zusammenhang mit General Patton und einigen russischen Generalen auf einem Flugplatz in der Nähe von Linz, Auszeichnungen, Ehrenparade, anlässlich des Sieges, ein Bild der Einigkeit, aber so grün war man sich in Wirklichkeit nicht.

In diesem Zusammenhang stieß ich auf eine Meldung, dass die Russen einen hochrangigen SS-Fuehrer aus der amerikanischen Zone in Österreich entführt hätten, wobei kein Name genannt wurde.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, bis heute habe ich den Bericht nicht wiedergefunden, aber in meinem Gedächtnis blieb es hängen.

Damals hielt ich ihn nicht für wichtig und bracht ihn auch in keinen plausiblen Zusammenhang, am Ende weiß man immer mehr als am Anfang. Gefangen genommen wurden viele, entführt wurden wenige, da musste es schon ziemlich wichtige Gründe geben, wie bei Eichmann in Argentinien.

Die drei westlichen Alliierten und ihre vielen Geheimdienste waren mit dem Holocaust, den Nazischätzen und dem Kampf gegen den Stalischen Kommunismus beschäftigt, von Kammler und seinem Wissenschaftsimperium, was er in den letzten Kriegsjahren aufgebaut hatte, wussten sie wenig, scheinbar waren die Russen besser informiert.

Kammlers Schätze lagen und liegen gut verwahrt in Blechbehältern, in Bergwerken und unterirdischen Stollen, es waren andere Schätze denen man nachjagte, von Kammlers Schätzen wussten selbst höchste SS und Wirtschaftsführer nur wenig, die Geheimhaltung war absolut.

Noch 1949 scheinen die Amerikaner überrascht gewesen zu sein, was ihnen mit Kammler entgangen war, denn da skizzierte Obergruppenführer Berger den staunenden Vernehmern einiges, von Kammlers Entwicklungen, von denen er in seiner Amtszeit und von Kammler selbst nur oberflächlich Kenntnis erhalten hatte.

In seinen Vernehmungen Ende 1945 in Landsberg findet man in den Protokollen noch keinen Hinweis darauf, ich bin ganz sicher es fragte auch niemand danach.

Kammler vertraute niemandem, weder seinen eigenem Stab, noch seiner Familie, noch seinen Vorgesetzten, er hielt sich strikt an Hitlers Befehl zur Geheimhaltung, jeder musste nur wissen, was fuer seine Arbeit gerade wichtig war und so entstand dann auch nach dem Kriege die Legende von seinem Selbstmord in der Naehe von Prag am 9. Mai 1945.

Zu diesem Zeitpunkt befand er sich im Alpenraum in der Nähe von Bad Gastein , wie Berger 1949 den Vernehmern in Landsberg eröffnete, als er sich letztmalig am 6. Mai 1945 mit Kammler traf.

In einem Landgasthof erinnert man sich noch heute an Bergers Verhandlungen mit den Alliierten, die zur Freilassung von hochrangigen ausländischen Kriegsgefangenen führte, unter anderen eines Neffen von Winston Churchill.

Kammler verschwand, angeblich ohne Spuren zu hinterlassen, niemand verschwindet ohne Spuren, immer muss man sich die Frage stellen, wem nützt es und wem am meisten.

Es gibt einen alten Spruch;

Nichts ist so dicht gesponnen, dass es nicht kommt ans Licht der Sonnen.

Aus Fragmenten wird ein Satz und aus Saetzen wird eine Geschichte, sicherlich werde ich sie irgendwann schreiben, vielleicht wird es mein erstes Buch, noch fehlen einige Kettenglieder und so belasse ich es heute bei Andeutungen, denn noch ist nicht aller Tage Abend.

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