„Europa“ schrumpft und Afrika waechst

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Gerade habe ich einen sehr Interessanten Artikel in der Welt gelesen,

Mehr als jeder dritte Erdenbewohner wird 2070 aus Afrika stammen“.

In den kommenden Jahrzehnten wird die Bevölkerung Europas schrumpfen, während die Afrikas weiter wächst. EU-Kommissions-Vizepräsidentin Suica erklärt, wie die EU dennoch weltweit führend bleiben kann. Und warum Europas neue Grenze nicht mehr zwischen Ost und West verläuft.“

Die Ueberschrift des Artikel duerfte keine Zweifell an der Realitaet lassen, in Afrika wird fleissig produziert, waerend in Europa, mit dem sich die EU-Kommissionsvizepraesidentin beschaeftigt, die Zahlen seit Jahren ruecklaeufig sind, die Erbin von Turn und Taxis hat es vor Jahren mal so ausgedrueckt, die Afrikaner schnakeln eben zu viel und erntete damit mediale Kritik, auch von der deutschen Regierung und den Regierungsparteien, Recht hatte sie.

Nun ist die gute Frau Suica in der EU fuer die Demografie und Demokratie zustaendig, wobei ich mir schon bei dieser Zustaendigkeitszuordnung die Frage stelle, was hat Demografie mit Demokratie zu tun?

Grenzen sind politisch gesetzt, sie verlaufen zwischen Staaten mit gleichen oder unterschiedlichen Demokratieansaetzen und Wirtschaftssystemen und nicht zwischen Ost und West oder Sueden und Norden und der Kontinent Europa ist nicht gleichzusetzen mit der EU, die die EU-Kommission sich anmasst zu vertreten.

Wenn die Bevoelkerung in den Staaten waechst oder faellt haengt das sicherlich mit den sozialoekonomischen Bedingungen, der wirtschaftlichen Entwicklung, der Produktivitaet und der technischen Entwicklung zusammen, aber auch mit den politischen Weichenstellungen der Regierungen.

Europas Bevoelkerung altert, frueher wurden mehr Kinder geboren, in Afrika, und das jetzt als Kontinent gesehen, ist es umgekehrt.

Suica stellt fest,

Die Lebenserwartung ist in den vergangenen 50 Jahren um zehn Jahre gestiegen.“

Eigenartig nicht, Deutschland ist unter den ersten 23 Laendern nicht zu finden und die Wenigsten davon befinden sich unter den 27 EU-Staaten!

Deutschland liegt in der EU auf Platz 18 der 27 Staaten.

Wo ist der Zusammenhang zwischen Demografie und Demokratie?

Deutschland hat die hoechsten Sozialbeitraege, die hoechsten Steuerlasten, das hoechste Renteneintrittsalter und die niedrigsten Renten.

WELT: Der Anteil der älteren Menschen in der EU wird immer größer. Gleichzeitig schrumpft die Bevölkerung. Verliert Europa weltweit an Gewicht?

Suica: Das liegt zuerst an uns selbst, an unserer Produktivität, an unserer Innovationskraft und an unserem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Fakten sind aber eindeutig: In den 60er-Jahren betrug der Anteil der 27 EU-Länder an der Weltbevölkerung noch zwölf Prozent, heute liegt er bei sechs Prozent und 2070 wird er bei nur noch vier Prozent liegen.

Zur richtigen Frage die „richtige Antwort“, es geht um das politische Gewicht der Europaeischen Union und deswegen brauchen wir Zuwanderung aus Afrika.

Suica: Im Jahr 2004 lag der Anteil der EU an der weltweiten Wirtschaftsleistung bei 18,3 Prozent und im Jahr 2018 bei 14,3 Prozent. Ob sich dieser Trend beschleunigt, hängt davon ab, wie wettbewerbsfähig die europäischen Volkswirtschaften künftig sein werden.

Die Zukunft:

Suica: Eine Empfehlung ist, das Potenzial der älteren Menschen besser auszuschöpfen. Wir möchten, dass die älteren Menschen stärker als bisher einen produktiven Beitrag leisten für die Gesellschaft. Wer 65 oder 70 Jahre alt ist, kann noch viel bewegen, wenn er will. Wir möchten, dass sich möglichst viele Menschen auch im Alter weiter engagieren.

Suica: Kinder liegen mir besonders am Herzen. 24 Prozent der Kinder in Europa leben an der Armutsgrenze oder darunter. Es geht uns um Migrantenkinder, unbegleitete Jugendliche, aber auch um Kinder mit gesundheitlichen Einschränkungen und die Angehörigen von Minderheiten. 

WELT: Sehen Sie einen direkten Zusammenhang zwischen der Zustimmung zur Demokratie und demografischer Entwicklung?

Suica: Absolut. Eine neue Studie der EU-Kommission kommt zu dem Ergebnis, dass die Menschen im ländlichen Raum deutlich häufiger antieuropäische Parteien wählen und demokratiekritische Einstellungen vertreten als Einwohner aus urbanen Zentren. Das hat mit dem Alter der ländlichen Bevölkerung, ihrer wirtschaftlichen Lage, ihrem Bildungsgrad und der schwierigen Versorgungslage in vielen ländlichen Gebieten zu tun. Die Menschen machen häufig die Demokratie für ihre Lebensumstände verantwortlich.

Meine Frage, wuerde sich das mit der Migration aus Afrika aendern und wuerde es daran etwas aendern, dass man dafuer die Regierungen verantwoetlich macht, was weniger der Demokratie zuzuschreiben ist als mehr denen, die Garanten unserer Demokratie sein muessten und sie zum eigenen Machterhalt vergewaltigen?

Eine Antwort »

  1. Kleiner Trugschluss. Viele Einwohner bringen heute nicht mehr Wohlstand und politischen Einfluss. Man muss die anderen für sich arbeiten lassen. Beispiel Schweiz Luxemburg. China hat gezeigt wie es geht: Geburtenrate runter, mit Billigprodukten die Industrie in anderen Ländern ruinieren und dann dort Fabriken bauen und wohlfeile Arbeiter anstellen. Deutschland versucht das im Moment auch. Das funtioniert aber nicht weil Deutschland und die EU ohne den politischen und wirtschaftlichenSchutz der USA in Bedeutungslosigkeit versinkt.

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