Von Alliierten, von Geld, Gold und anderen menschlichen Werten

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Es ist wohl eines der bekanntesten Fotos, welches 500 Meter unter der Erde von amerikanischen Truppenfotografen geschossen wurde, der Schatz von Merkers!

Nur einer von den Nazi-Schaetzen, die den Amerikanern bei Kriegsende in die Haende fielen.

Noch nach dem offiziellen Kriegsende am 9. Mai 1945 rollten Zuege in Richtung Alpenfestung, lange waren sie unterwegs vor den nachrueckenden russischen Streitkraeften, einer von ihnen wurde am 9. Juni 1945 in Salzburg uebernommen. Es klingt wie ein Krimi, er kam aus Budapest, scheinbar war er durch die russischen Linien geschluepft.

52 Bahnwagen vollgestopft mit Goldbarren, Kunstwerken, Kleidung und Geld in allen moeglichen Waehrungen.

Sorgenvoll schrieb der verantwortliche US-Offizier wir werden in 2 Wochen ein ganzes Warenlager fuellen und dazu fuenfzig bis einhundert LKW-Ladungen brauchen. Nun findet man bei NARA zwar die Auflistung aller eingelagerten Sachen, was dann damit passierte, oder mit Teilen davon, das ist auf Wikipedia zu lesen.

So startete „angeblich“ im März 1945 an der österreichisch-ungarischen Grenze ein Güterzug mit 46 Wagen, davon waren 24 mit jüdischem Raubgut gefüllt.[1] Der Zug sei beladen gewesen mit Kisten voll Gold, Silber, Juwelen, Schmuck, Münzen, Bargeld, Geschirr, Gemälden, Teppichen, Porzellan, Pelzen, Sakralgegenständen, Uhren, Briefmarkensammlungen und so weiter. In Hopfgarten in Tirol wurde ein Teil der Kisten per LKW-Transport von einem Angehörigen des Pfeilkreuzler-Regimes abgezweigt. Der „Goldzug“ fuhr weiter und wurde in Bad Gastein zunächst im Tauerntunnel versteckt. Bei Böckstein erreichte am 11. Mai der restliche Zug die amerikanische Besatzungszone. Der Zugbegleiter László Avar übergab die Waggons schließlich am 16. Mai in Werfen der US-Armee. Der Zuginhalt wurde zunächst in einer Kaserne in Salzburg gelagert, der Wert wurde von US-Behörden auf etwa 150 Millionen Dollar geschätzt. US-Armeeangehörige sollen sich aus diesen ungarischen Wertbeständen eigenmächtig „bedient“ haben. In Salzburg statteten amerikanische Offiziere ihre Büros und Häuser mit Gegenständen aus dem „Goldzug“ aus. Ende 1945 wollte Gideon Rafael von der Jewish Agency das Lager besichtigen, ihm wurde zunächst der Zutritt verweigert. Als die Agency im Jahr 1946 das Lager besuchte, waren von den 24 Wagen nur noch 16 vorhanden. Schließlich wurde ein Teil der Gegenstände unter der Regie der UN-Flüchtlingskommission in New York bei Auktionen veräußert.

Wahrheit und Legende lassen sich nicht immer auseinanderhalten, die 1978 desklassifizierten Dokumente im Nationalarchiv bestaetigen zumindestens einige Sachverhalte.

Allerdings waren es nicht 46 Wagen sondern 52 und so verschwanden eben nicht acht Wagen bis Ende 1945 sondern 35 Wagen, wenn Gideon Rafael nur noch 16 Wagen vorfand.

Irgendwie schuldig muss man sich von US-Seiten jedenfalls gefuehlt haben, wenn man nach jahrelangem Rechtsstreit schliesslich 2005 25,5 Millionen US-Dollar fuer die Holocaust-Opfer locker machte, fuenfzig Jahre danach!!

Was die Auktion der Kunstgegenstaende, Juwelen und anderem der UN in New York eingebracht hatte, ist nicht ueberliefert.

Die Ungarn jedenfalls sahen davon nichts, das hatte man auf der Pariser Konferenz 1945 ausgeschlossen, denn sie erhielten 1947 ja bereits ihre Staatsbankbestaende, 32 Millionen US-Dollar, die in Oesterreich eingelagert gewesen waren, mit grosstem Pomp zurueck, da fuhr man von Frankfuert nach Budapest in Hitlers Salonwagen und schlief in Eva Brauns Schlafwagen.

Man bedankte sich auch schoen dafuer, in dem man von ungarischer Seite aeusserte, dass die Alliierten sie haette ja auch mit vollem Recht fuer sich behalten haetten koennen.

Wenn ich das alles so niederschreibe kommen mir wieder die Gedanken, die ich schon in meinem letzten Beitrag zu Hans Kammler geaeussert habe. Hauptthema der Vernehmungen der Nazigroessen, deren man habhaft werden konnte, waren die Vernichtungslager, Organisationsstrukturen und Wertbestaende, die Wunderwaffen standen an letzter Stelle, die Vernichtungslager hatte man, die Wunderwaffen transportierte man ab, aber von den Wertbestaenden fand man bis heute nur 30 % und gerade die brauchte man dringend fuer den Kalten Krieg. Wenn alle Fuehrungsgroessen der Nazis tot waren, wer wusste denn genauer als Kammler wo man sie eingelagert haben koennte?

Geradezu grotesk liest es sich, dass Clinton in seiner Praesidentschaft gefaelschte Goldbarren in Auftrag geben liess, die dann nach China zum Zahlungsausgleich verschifft wurden, was die Chinesen natuerlich rochen und reklamierten, weil es 2009, am Ende der Wirtschaftskriese in den USA aufflog. Krieg kostet Geld.

Unternehmen Bernhardt II?

Eine Antwort »

  1. Pingback: Es ist nicht alles Gold was glaenzt | Weltbuerger- World Citizen-Ciudadano del mundo

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