In eigener Sache – Sonntag

Standard

Unrasiert und fern der Heimat, so eroeffnete ich den heutigen Sonntag und wie immer war mein erster Griff die Tastatur meines Laptops, den ich damit aus dem Schlaf riss.

Die Nachrichten aus dem NRW interessierten mich wenig, dafuer um so mehr einige eifrige Twitterer.

Meine WordPressseite ist verweist, zwei Tage habe ich schon nichts veroeffentlicht, inzwischen gehe ich gelassener damit um, der Coronavirus hat mich gelaeutert.

Die auf Twitter lieben keine langen Texte, deswegen heisst es ja auch Kurznachrichtendienst und da tobt man sich aus, vielleicht liegt es auch daran, dass da manche mit laengeren und anspruchsvollen Texten einfach ueberfordert sind, es sei wie es sei, hier kann man sich beim kommentieren freien Lauf lassen.

Es wird gestritten, gerauft, geblockt und denunziert, dass es eine reine Freude ist, man muss sich regelrecht in diese Gemeinschaft einordnen um auch anerkannt zu werden.

Irgendwie fuehle ich mich noch nicht richtig wohl, das liegt wohl daran, dass, mein Profil aussagekraeftig zu meiner Person ist, wogegen bei einer steigenden Anzahl der Twitterer das Profil und der Name die wirkliche Herkunft in der Anonymitaet laesst.

Da gibt es „Scheinheilig“, „Dornroeschen mit Dornen“ und „Ustinoff auf Eis“, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, Twitter geht da sehr locker damit um, im Gegensatz zu den Tweets, die aus unerfindlichen Gruenden manchmal zur Sperrung von regulaeren Accounts fuehren.

Ich sehe dem Gegner, wie dem Freund gern ins Gesicht, als in den Hintern und so behalte ich auch die Anzahl derer, die mir Folgen und denen ich folge im Blickfeld und in Grenzen.

Ich draenge ja niemandem eine Unterhaltung auf, aber Leute gibt es, die sind wie die Kletten, sie verschwenden in wenigen Minuten eine Ueberzeugungskraft, die fuer ganze Stadien ausreichen wuerde, nur um Recht zu behalten und bei jedem Widerspruch beginnt die Leier von vorn, so war es auch heute Morgen bei einer Unterhaltung die ich aufmerksam verfolgte.

Ich kam mir vor als wenn die Zeugen Jehovas vor meiner Tuer staenden und zuerst ueber das Wetter, die Wirren der Politik und dann zur Schoepfungsgeschichte kommen um dich bald im Koenigssaal zu begruessen. Es war die gleiche Person, die mir schon vor Tagen angeboten hatte sich mit mir persoenlich per Chat ueber den Unterschied zwischen dem Schoepfer und Gott zu unterhalten, weil das ein sehr komplexes Thema waere. Ich hatte es dankend abgelehnt.

Es gibt eben Menschen, die mehr Geduld haben als ich und diesmal war ein Bekannter das Opfer, dessen Geduld auch ihre Grenzen hatte, wie er mir das dann zwischendurch per Chat mitteilte und lieber ins Bett ging.

Inzwischen ist der Sonntag fast vorbei, ich verbrauche fuer meine Dusche das letzte Wasser, denn wieder hat die Pumpe den Geist aufgegeben, so teilte mir der Buergermeister mit, wann es wieder funktioniert ist ungewiss, was bleibt ist fernsehen und ins Bett, morgen ist ein neuer Tag.

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