Elektronische Fussfesseln fuer alle, der neue Modetrend? Jetzt mit Corona App!

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Den nachfolgenden Beitrag habe ich im Januar 2017 geschrieben, es sollte eine Vorschau auf das Jahr 2020 sein.

Jetzt haben wir 2020 und die einstige Satire verwandelt sich in Wirklichkeit und unser Smartphone in ein zentrales Ueberwachungsinstrument, geniessen sie nachfolgenden Zeilen, bald wird man, auch wenn sie es nicht wollen, den neuen Modetrend installieren, ob sie es wollen oder nicht.

 

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Es ist das Jahr 2020, bei schoenstem Sonnenschein sitze ich auf dem Balkon meiner altersgerechten Wohnung, genuesslich trinke ich ein gutes Radeberger Bier. Ich fuehle mich hier so sicher wie noch nie, denn an meinem linken Fuss habe ich ein neues elektronisches Geraet, eine sogenannte elektronische Fussfessel, die leise und unbemerkt Daten von mir an eine mir unbekannte Zentrale irgendwo in Deutschland uebermittelt, mit GPS ausgestattet begleitet es mich ueberall hin und signalisiert alle meine Bewegungen, Blutdruck, Puls usw., Sicherheit ist oberstes Gebot, ich schalte meinen Computer ein, tippe einige Fake Nachrichten in meine Facebookaccount und schon, einige Minuten spaeter, steht ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes vor der Tuer und macht mich freundlich darauf aufmerksam dass ich das Geschriebene loeschen muss, Gesetze sind Gesetze. Ich fuehle mich so sicher und so schreibe ich etwas anderes, unverfaengliches, man akzeptierte es.

Ein wenig spaeter verlasse ich die Wohnung zu einem kleinen Spaziergang, ich mache das jeden Tag und so findet meine mich ueberwachende kuenstliche Intelligenz keinen Grund um einzuschreiten, bis zu dem Zeitpunkt, wo ich meinen Freund Hans in der naechsten Querstrasse besuche, ein kleiner Stromstoss am Fuss signalisiert mir, dass das unerwuenscht ist, warum weiss ich nicht, aber ich Vertraue meinem Schutz und so ziehe ich mich zurueck, offenbar hat er Probleme mit irgendeiner Institution, vielleicht hat er seine Ordnungsstrafe nicht bezahlt, die er wegen Ueberschreitung der zulaessigen Geschwindigkeit vor einigen Tagen erhalten hat, ich fuehle mich so sicher.

Wenig spaeter in einem Park in der Naehe meiner Wohnung spricht mich ein junger Mann, nach dem Aussehen ein Auslaender, an und ueberreicht mit ein Exemplar des Koran, mich interessiert es, mit heulender Sirene haelt ein Streifenwagen neben uns und konfisziert das Buch, nicht erwuenscht sagt man mir, eine Ueberwachungskamera hatte es registriert und gemeldet, ich fuehle mich so sicher.

Uebertrieben, werden sie sagen, keineswegs, die Technik machts moeglich, aber wollen wir denn tatsaechlich so leben, ist das das Ziel, dass wir erreichen wollen, ich glaube niemand und da muss ich keine Umfrage starten, wird unter diesen Bedingungen leben wollen.

Ich erinnere mich an die Worte von Erich Mielke in der letzten Sitzung der Volkskammer, „ Aber ich liebe euch doch alle“, er hat es wirklich so gemeint, aber ist es wirklich Liebe, oder ist es die totale Kontrolle des Staates ueber seine Buerger, ein totalitaerer Staat, der Buerger ist mehr Objekt als Subjekt, Menschenrechte werden zur Phrase, unter diesen Bedingungen wird der Mensch seiner Persoenlichkeit beraubt und pures Objekt, Spielball einiger weniger, das kann nicht das Ziel sein.

Nun sagt unser Innenminister die Brazalette soll fuer die Gefaehrdeten sein, aber was versteht man unter Gefaehrdete, wir haben 80 Millionen gefaehrdete, Neonazis, AFD-Mitglieder, NPD, Reichsbuerger und auslaendische Terroristen, ein gutes Geschaeft fuer IT-Firmen, das bringt Wachstum fuer die Deutsche Wirtschaft, oder mehr fuer die Chinesen, die ja die Produzenten sind, sie sind billiger als deutsche Arbeitnehmer. „Es ist ein weites Feld“, laesst Theodor Fontane seine Effi Briest sagen.

Auch im Dritten Reich wurde im Namen des deutsche Volkes alles getan, wie die Kirche, die  davon redet „Im Namen Gottes“, „Im Namen von Jesu Christo“, „Im Namen des heiligen Geistes“, amen.

Was ist der Unterschied, fragen Sie sich selbst, vielleicht entdecken Sie die Wahrheit.

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  1. Tipp: in USA hat ein begnadeter Polizist einem Gauner die Fußfessel an seine Beinprothese angelegt. Stellt man die Beinprothese zu Hause ab, hat man die Freiheit wieder. Ein Bein zu opfern für Anonymität ist wohl nicht zu viel verlangt – oder?

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