Mein Wort zum Mittwoch – Die Konzentration der Meinungsmacher

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Für die meisten wird es eine unwichtige Meldung sein, aber es ist an der Zeit bei vielen Meldungen genauer hinzuschauen.

Da gibt es heute die Meldung verantwortliche der Deutschen Presseagentur DPA und der Österreichischen Presseagentur APA haben sich getroffen um sich über gemeinsame Projekte abzustimmen unter anderem auch wie man mit den Meldungen in sozialen Medien und an deren Online-Anbietern umgehen soll, natürlich nicht ohne zu betonen, dass es ja um die qualitative Berichterstattung für die Bürger geht.

Das liest sich gut und auf den ersten Blick könnte man annehmen, es wäre auch wirklich ihr Anliegen.

Nachtigall ich höre dir trapsen, Nachrichtenfilterung, Meinungsbildung, Konkurrenz und politische Ausrichtung, Meinungsvielfalt ist unerwünscht, weil sie unbequem ist, die Sozialen Medien sind manchem ein Dorn im Auge.

Auch von der DDR hat man gelernt, da gab es die Staatliche Presseagentur ADN und praktisch in allen Medien erschienen die gleichen Meldungen, natürlich schön zugeschnitten entsprechend der politischen Linie und da wurde gefiltert was das Zeug hielt, sowohl in der Außenpolitik als auch in der Innenpolitik.

Ich erinnere mich noch daran, wie mir einmal ein Verantwortlicher des Neuen Deutschland auf eine Anfrage schrieb, dass sie meinen Beitrag nicht veröffentlichen können, da sie ihre eigenen Redakteure haben.

Wer die Medien beherrscht, beherrscht die öffentliche Meinung, die Konzentration der Medien ist fortgeschritten und die meisten wichtigen dieser Welt befinden sich im Privatbesitz. Eines dieser Beispiele aus dem Neuen Deutschland, das große Medienunternehmen SPD, die auch ein eigenes Reaktionsnetzwerk betreiben. Schnell hat man nach der Wende zugegriffen und die meisten regionalen Zeitungen der SED übernommen, heute ist man an vielen einhundert prozentiger Eigentümer.

Wer Eigentümer ist bestimmt die Linie, auch die politische Linie und so gilt auch für die Journalisten und Redakteure der Grundsatz, wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe, der sogenannte Journalistenverband macht da keine Ausnahme.

Als das Internet entwickelt wurde war es als Universitätsnetzwerk gedacht, dass es einmal zum Instrument der freien Meinungsaeusserung und Wirtschaftsfaktor zugleich werden würde, da dachte damals noch keiner daran.

Auch die Medien haben inzwischen ihren Einfluss ausgebaut, für viel ist es eine Überlebensfrage, für sie ist es schwierig geworden, ihr Unglück ist, das Internet überschreitet problemlos staatliche Grenzen, Informationen sind überall und an jedem Ort frei zugänglich und jeder kann mitmachen.

Neben seriösen Informationen findet man Fake News, persoenliche Meinungen und Ansichten, historische Zusammenhänge, man ist nicht mehr auf gefilterten Nachrichten der Leitmedien angewiesen, man kann sich seine eigenen Meinung bilden.

Das Internet ist heute ein Markt an Informationen, der jedem zugänglich ist, zum Leidwesen von Politik und traditionellen Medien und so erfindet man auch dann Restriktionen, wie die Datenschutzverordnung, nicht etwa um die Daten der Bürger zu schützen sondern mehr sich selbst und seine Interessen und lamentiert darüber, dass vieles eben nicht geht, da das Internet nun einmal international ist. In Europa möchte man so gern ein europäisches Internet, die Begründung es diene dem Schutz der Bürger, dem Kampf gegen den Terrorismus ist fadenscheinig.

Der Machtverlust über die Information und seine Kontrolle schmerzt.

Um es an einem Beispiel klarer zu machen, als in England die ersten Zeitungen aufkamen, waren es nach heutigen Vorstellungen reine Skandalblätter in denen man die Verfehlungen der Herrschenden schonungslos aufdeckte, das gefiel denen damals wie heute nicht, man verklagte die Zeitungen vor Gericht und da sie die Wahrheit schrieben und die auch noch vor Gericht beweisen konnten gewannen sie meistens. Aus diesem Grunde wurde dann einfach versucht die Zeitungen aufzukaufen, in einigen Fällen gelang das auch bis die Preise der Zeitungen dann ein Niveau erreichten das es auch den herrschenden Lords und Ladys unmöglich machte mitzuhalten.

Die Zeitungen wie der Guardian blieben und so machte man dann seine Affären eben im Ausland, wo sie unentdeckt blieben in Großbritannien nennt man es den Englischen Cant, die englische Art der Heuchelei.

Schauen wir nicht auf die Engländer, in Deutschland gab es das auch, das wusste schon Heinrich Heine 1824

»Blamier mich nicht, mein schönes Kind,
Und grüß mich nicht unter den Linden;
Wenn wir nachher zu Hause sind,
Wird sich schon alles finden.«

Heute ist es so mit den Medien, die meisten segeln mit dem Wind und mit ihnen viele Journalisten, das ist gesundheitlich und wirtschaftlich zuträglicher als sich im Gegenwind zu behaupten auch deswegen ist uns das Internet so wichtig, weil es uns einen Teil unserer Meinungsfreiheit gewährleistet als Gegengewicht zur Meinungsmanipulation, der wir durch staatliche und private Medienmonopole täglich ausgesetzt sind.

Zur Abwechslung lesen Sie mal ein Buch:

http://andromeda-buecher.de/buch2/produkt/cant-die-englische-art-der-heuchelei/

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