Mein Wort zum Mittwoch – Bezahltschranken in den Medien

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Die oeffentlichen Medien leben dank ihres Publikums, ihren Lesern, ihren Zuschauern, ihren Hoerern, die einen mit Gewinnerziehlungsabsicht und die anderen, wie wir, die eine eigene Webseite betreiben, zum grossen Teil aus Entusiasmus und ohne Werbeeinnahmen. Viele von uns fangen an mit einem Blog, einige bleiben dabei und andere lassen nach einiger Zeit ihre Webseite verwaisen, dem einen gehen die Themen aus, die anderer verlieren die Lust am schreiben, gestern hat wieder einer, dem ich folge, vorerst aufgegeben, keine Ideen mehr.

Bei mir sind es jetzt drei Jahre, die ich den Blog betreibe und ich fuehle nicht, dass mir die Themen ausgehen, zugegeben an manchen Tagen faellt mir absolut nichts ein und da lasse ich die Finger davon, am naechsten Tag sieht es wieder freundlicher aus, lieber nicht schreiben als irgendwelchen Unsinn.

Mit dem Essen kommt der Appetit sagt man und so ist es auch bei mir und so konsumiere ich am morgen die Nachrichten auf der Suche nach Themen. Nicht jeden Tag habe ich ein planmaessiges Thema, langfristige Projekte brauchen Zeit und da schiebt man vieles vor sich her bis daraus ein Beitrag wird, der den eigenen Qualitaetsanforderungen genuegt.

Ich will  mich nicht mit gestandenen und ausgebildeten Journalisten messen, auch das Kastendenken liegt mir fern, manchmal aergert es mich, wenn da einige denken sie sind besser und weiser als wir Enthusiasten, ich bewundere meinen Freund Dieter, der jeden Tag sein Tagebuch schreibt und veroeffentlicht, er hat einen Plan, den er abarbeitet und er hat sein Publikum, ich finde es gut.

Jeden Tag aergert mich mehr dass einige Zeitungen ihre Beitraege, die sie fuer gut vermarktungsfaehig halten, hinter Bezahltschranken und Abos verbergen, in der Hoffnung ihre Leser zu einer laengeren Bindung an sie zu bringen. Andere beschraenken den Zugang auf eine begrenzte Anzahl von Artikeln im Monat. Sicher, die Auflagen in den Printmedien gehen weltweit zurueck und so sucht man Moeglichkeiten auf diesem Wege Leser anzulocken, aber ich bin nun einmal nicht gewillt eine Kuh zu kaufen, wenn ich nur einen Liter Milch brauche. Nicht immer ist gesagt, das sich hinter diesen Bezahltschranken, Artikel befinden, die lohnen dafuer Geld auszugeben, das sei noch angemerkt.

Irgendwie stoert mich das ganze Verfahren irgendwie, weil ich es als Einschraenkung der Informationsfreiheit betrachte, wie das Geoblocking.

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Letztes Beispiel war der Artikel von Stefan Aust in Der Welt, den ich gern im Original gelesen haette und ich mich nicht gern aus Interpretationen bediene, die aus mir unbekannten Quellen stammen, da ist es teilweise wie bei Uebersetzungen aus anderssprachigen Zeitungen, die nicht immer korrekt sind und zu falschen Schlussfolgerungen fuehren koennen.

Was ich unter Journalismus verstehe habe ich schon in einem frueheren Artikel “ Was einen guten Journalisten ausmacht“ auf meinem Blog dargestellt. Ich mache mir nichts vor, unter den Besuchern meines Blogs sind auch professionelle Journalisten, die von meinen Beitraegen profitieren wollen, gern gestehe ich ihnen das zu, aber im gleichen Atemzug verlange ich auch von ihnen das gleiche Recht, irgendwie befruchten wir uns gegenseitig und das ist auch gut fuer das Geschaeft, auch sie sollten das mit in Erwaegung ziehen, Korpsgeist ist da fehl am Platze.

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