Deutschland ein Einwanderungsland?

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bandicam 2018-07-08 12-34-13-612Aus Deutschland ein Einwanderungsland zu machen bedeutet die bestehende Gesellschaft und die Nation zu zerstoeren. Helmut Schmidt hat es auf den Punkt gebracht. Das was wir seit 2015 in Deutschland erleben gibt ihm recht. Jakob Augstein gibt uns in seiner letzten Kolumne im Spiegel eine Idee preis, die weder neu noch besonders originell ist

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und findet damit wenig Gegenliebe.

Deutschland ist die Mitte Europas, das ist kein Segen, sondern einfach Pech, so formulierte es ein Staatsmann auf dem Wiener Kongress 1815. Um dieses Pech Deutschlands zu beseitigen schaffen wir jetzt gemeinsam mit Menschen aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika eine neue Nation, ohne eigene Geschichte, mit unterschiedlichen Kulturen, die seit Jahrtausenden rivalisieren und unterschiedlichen Religionen, einen Schmelztiegel, in dem alle Probleme sich zu einer einheitlichen Masse verbinden.  Augstein schreibt weiter;

„Deutschland ist für diese Rolle prädestiniert. Ein dezentrales Land mit starken regionalen Eigenarten aber einer schwachen nationalen Kultur.

Warum soll einem Land, das sich im 19. Jahrhundert beinahe künstlich selbst erfunden hat, eine solche Neuerfindung im 21. Jahrhundert nicht erneut gelingen?“

Nun ist es nicht nur Unsinn von einer schwachen nationalen Kultur zu reden, es ist auch Unsinn dass Deutschland im 18. Jahrhundert sich beinahe selbst erfunden hat, es war eine Notwendigkeit, die einher ging mit der technischen und wirtschaftlichen Revolution, die den feudalstaatlichen Verhaeltnisse als Hindernis sah, die Zollunion war ein wesentlicher Schritt auf diesem Wege.

Und nun kommt wieder die alte Leier, die schon bei der Idee der Vereinigten Staaten von Europa Pate stand, das Vorbild USA ale Einwanderungsland. In diesem Zusammenhang verwendet er ein Theaterstueck von 1908,  es erzählt die Geschichte von David Quixano, einem russischen Juden, der nach Amerika auswandern will, nachdem seine Familie bei einem Pogrom ermordet wurde. In Amerika kann man hinter sich lassen, wer man war und woher man kommt. In Amerika werden alle zu Amerikanern: „Deutsche und Franzosen, Iren und Engländer, Juden und Russen – hinein in den Tigel mit euch allen! Gott schafft den Amerikaner.“

Ja, er erschuf die Amerikaner, nachdem die einheimische Bevoelkerung verdraengt und in Resérvate gesteckt wurde und Sklaven aus Afrika fuer die Arbeit eingefuehrt wurden, sollte das die Zukunftsvision fuer Deutschland und Europa sein? Sein letzter Satz in seiner Kolumne:

„Heute meinen in Deutschland viele Menschen, dass unsere Immigranten nicht zu integrieren seien. Das ist falsch. Es fehlt nur die Idee, um die Temperatur zu erzeugen, die nötig ist, das Fremde zum Eigenen zu machen: die Idee vom deutschen Traum.“

Kann sich einer von uns vorstellen, dass das die Idee vom deutschen Traum ist, sowas kann nur einem kranken Hirn entsprechen. Helmut Schmidt war wesentlich realistischer in seinen Ueberlegungen und so bevorzuge ich auch seine Sichtweise. Ich stehe fuer Einwanderung, weil sie gesellschaftlich und wirtschaftlich notwendig ist, in Grenzen und mit klarer Ausrichtung auf die Notwendigkeit.

Auch die AfD ist nicht gegen Einwanderung, Augstein behauptet das Gegenteil, nur geordnet muss sie sein und dort liegt es in Deutschland im Argen.

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Eine Antwort »

  1. Das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland hat seit Weltkrieg 2 von mehreren Einwanderungswellen profitiert. Die Flüchtlinge brachten billige Arbeitskräfte und viele Kinder in die neue Republik. Speziell das ländliche Bayern hat davon profitiert. Auf vielen Bauernhöfen wurde damals noch aus einer Schüssel gegessen. Danach hat man Arbeitskräfte aus Italien für Tätigkeiten angeworben. die die Deutschen. Icht mehr machen wollten. Danach kamen Griechen und Türken. Aus Russland kamen 2 Millionen Russlanddeutsche, die z.B. heute die Bänder in der deutschen Industrie am Laufen halten. Selbst einfach gestrickte Deutsche konnten „Führungskraft“ werden. Das deutsche Sozialsystem würde ohne die Ausländer, die für Billiglohn arbeiten, und die ausländischen Ärzte zusammenbrechen. Allerdings muss man die Einwanderung organisieren. Das haben sogar die Altnazis in den deutschen Behörden geschafft.
    Ein grosses Problem ist allerdings, dass keine hochqualifizierten Einwanderer nach Deutschland kommen wollen und deutsche Hochqualifizierte z.B. KI Experten Deutschland in Richtung USA und China verlassen. Wann müssen die Deutschen wieder aus einer Schüssel essen?

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